Die vorschulische und schulische Bildung nimmt für das frühe Sprachenlernen eine bedeutende Rolle ein. Im Rahmen des Arbeitspaketes zum Thema frühes Sprachenlernen unter Leitung des Rates der Kärntner Slowenen gilt es unter Einbezug der Minderheitensprachen, d.h. der natürlich vorhandenen Zwei- und Mehrsprachigkeit in den Regionen, das europäische Ziel der Mehrsprachigkeit vom frühen Kindesalter an umzusetzen.
Das Ziel besteht darin, nach Wegen zu suchen, um jedem Kind die Möglichkeit zu geben dreisprachig „aufzuwachsen“. Wichtig hierfür ist die Sensibilisierung für die sprachliche Vielfalt und die in der Region sowie Nachbarregion vorhandenen Sprachen bis hin zur Vermittlung von weiteren europäischen und Weltsprachen.
Hierzu dient der im Rahmen des Arbeitspaketes durchgeführte Austausch von bewährten Verfahren und Methoden, Begegnungen und Erfahrungsaustausch, Sitzung von Arbeitsgruppen und Diskussionen, Vor-Ort-Präsenz und die Zusammenstellung von Handreichungen.
Ein wichtiger Aspekt des Arbeitspaketes ist die Entwicklung eines Netzes von Sprachlehrern und weiterem pädagogischen Fachkräften sowie den dazugehörigen Einrichtungen, deren Austausch und die Weiterentwicklung einer Didaktik der Mehrsprachigkeit.
Auf Basis der bei den Minderheiten durchgeführten Bedarfsanalyse ist es darüber hinaus notwendig eine Reihe weiterer spezifischer Fragestellungen zu erörtern, u. a. zur Didaktik, zur Methode, zu Lehrmitteln.
Die in Kärnten, in der Grenzregion zwischen Österreich, Slowenien und Italien getätigten Erfahrungen und durchgeführten Projekte in Schulen und Kindertagesstätten in Bezug auf die zwei-, drei- und viersprachige Sprachvermittlung bieten hierzu die Reflexionsbasis.