Als praktisches Beispiel dient dabei die Umsetzung und Anwendung in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien.
Die erste Regionalkonferenz des Netzwerkes RML2future fand statt vom 8.-10. Februar 2010 in Eupen, Belgien zum Thema Sprachzertifizierung und überprüfung von Sprachkompetenzen. Die vorliegende Dokumentation zur Regionalkonferenz gibt einen überblick zum Thema der Konferenz und zu deren Ergebnissen.
In diesem Beitrag werden u.a. die Verfahren und Ziele von Sprachzertifizierungen und Sprachstandserhebungen dargestellt. Anschließend erfolgt eine übersicht über die bislang verfügbaren europäischen und auch regionalen Sprachzertifizierungen. Es werden überlegungen für den Nutzen, den Minderheitensprachen und sprachliche Minderheiten aus diesen Instrumenten ziehen können, angestellt. Dies wird an zwei Beispielen, dem Großherzogtum Luxemburg und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, verdeutlicht. Schlussendlich folgen eine Reihe von nützlichen Hinweisen zu den Möglichkeiten und Schwierigkeiten zur Erstellung von Testverfahren.
Die Frage der Anerkennung und der überprüfung von Sprachkompetenzen in den Sprachminderheitenregionen lässt sich nicht einfach beantworten ohne den gesamten Kontext zu kennen, in dem diese Sprachen „leben“. Um diesen Lebensraum in den jeweiligen Regionen kennenzulernen, wurden Study Visits in den fünf ausgewählten Regionen organisiert (Ober- und Niederlausitz in Deutschland; Deutsch-dänisches Grenzland, Nordfriesland in Deutschland, Kärnten in österreich und die ladinischen Täler in Südtirol). Nur mit diesem Hintergrund konnten die Fragen der Sprachzertifizierung und Anerkennung sinnvoll bearbeitet werden.

Die Erwachsenenbildung als Teil des Lebenslangen Lernens, nimmt auf dem Hintergrund der aktuellen und prognostizierten demographischen Entwicklung, einen bedeutende Stellung ein, der derzeit aber nicht oder wenig entsprochen wird.
Die zweite Regionalkonferenz des Netzwerkes RML2future fand statt vom 7.-9. Februar 2011 in Apenrade/Aabenraa, Dänemark zum Thema Erwachsenenbildung. Die vorliegende Dokumentation zur Regionalkonferenz gibt einen überblick zum Thema der Konferenz und zu deren Ergebnissen.
Die der skandinavischen Tradition des lebenslangen und kontinuierlichen Lernens auch nach Abschluss oder Abbruch des formalen Bildungsweges, verpflichtete Højskolen Østersøen, trat an, um in den ausgewählten europäischen Regionen, attraktive Erwachsenenbildung mit dem Schwerpunkt Sprachenlernen als gutes Beispiel vorzustellen.
Handreichung „Lernen ist eine Lebensart“
Die vorliegende Handreichung gibt eine Zusammenfassung der skandinavischen Tradition des Lebenslangen Lernens wieder, beschreibt Grundlagen zum Thema Erwachsenenbildung in Europa und zeigt einige Beispiele wie auch Ergebnisse der Arbeit im Netzwerk auf.
Leitendes zukunftsgerichtetes Bestreben des Netzwerkes RML2future ist die Etablierung eines Kompetenzzentrums für die Regional- und Minderheitensprachen, welche den starken Beratungsbedarf von mehrsprachigen Regionen und der Regional- und Minderheitensprachen deckt. Damit wird der Versuch unternommen, ein innovatives Instrument zu schaffen, dass die Politik der Mehrsprachigkeit durch die Ausschöpfung und Aufwertung des Potentials der Minderheitenregionen und Minderheitensprachen in Europa unterstützt.
Die Zielsetzung des Kompetenzzentrums verbindet dabei wiederum die Förderung von Mehrsprachigkeit unter Ausnutzung der in den Regionen vorhandenen Ressource der Regional- und Minderheitensprachen, mit dem Ziel der Förderung sprachlicher Vielfalt.
Grundlage hierzu ist die bei den Regional- und Minderheitensprachen und in unterschiedlichen Regionen durchgeführte Bedarfserhebung, der konstatierte Informations- und Beratungsbedarf seitens der Akteure der Regional- und Minderheitensprachen, der Entscheidungsträger und Kooperationspartner ebenso wie die Nachfrage nach praktischen Angeboten. Hierzu zählen insbesondere die Fördermittelberatung und Projektmanagement, Austausch zwischen Sprachlehrern, Fachkräften, Zusammenarbeit von Schulen und Bildungseinrichtungen, Entwicklung und Austausch von Lehr- und pädagogischem Material, Trainings- und Schulungsmaterial zur Mehrsprachigkeit.